#NachhaltigkeitimUnternehmen | Global Impact Alliance

Updated: Nov 23



Ulrike Dana Glatz ist Gründerin der Global Impact Alliance, einem globalen Netzwerk das Unternehmen, Impact Investoren und verantwortungsbewusste Menschen zusammenbringt, um ein gerechtes, purpose-orientiertes und nachhaltiges 21. Jahrhundert zu gestalten. Wir haben ihr fünf Fragen gestellt, wie die Global Impact Alliance #NachhaltigkeitimUnternehmen definiert und heute schon lebt.

 

Gemeinsam mit PNZ haben wir die Interviewreihe #NachhaltigkeitimUnternehmen aufgesetzt. Unser Ziel ist es, das Thema Nachhaltigkeit greifbar zu machen und anhand von Beispielen aus anderen Unternehmen aufzuzeigen, wie #NachhaltigkeitimUnternehmen schon heute gelebt wird und jede:r selbst aktiv werden kann.

 


Christof Kroczek BeSeaside


Kannst du die Global Impact Alliance in maximal 7 Wörtern beschreiben?

Allianz für Impact & Transformation von Investoren & Unternehmen.


Was bedeutet Nachhaltigkeit für euch?

Nachhaltigkeit in unserem Sinne bedeutet vor allem holistisch zu denken und mit Blick auf das Wohlergehen von Mensch und Natur zu handeln. Mit dem Verständnis vom Menschen als Teil der Natur, die wir für unser Leben und Überleben brauchen, und daher schützen sollten. Nachhaltigkeit ist auch immer eine Sinn- und Wertefrage: Was bringe ich auf den Markt, biete den Menschen an? Was möchte ich (als Unternehmen, aber auch als Führungskraft oder Investor) hinterlassen, voranbringen, einbringen, abschaffen? Was ist wichtig, wofür stehen wir, was ist unser Beitrag? Nachhaltigkeit ist mehr als CSR, ESG und Impact Investment - es ist eine Haltungsfrage. Und muss essentieller Teil sein von Strategie, Unternehmenskultur (HR) und Finanzplanung.


Was sind konkret die ersten Schritte, die Ihr Unternehmen empfiehlt, um nachhaltiger zu werden?

Wir empfehlen sich als Unternehmenslenker (C-Level, Eigentümer, Shareholder) die oben genannten Frage zu stellen. Und die Vision und Mission des Unternehmens danach neu auszurichten. Das bedeutet auch gemeinsam mit den Mitarbeiter:innen Werte, Prozesse, Ziele (OKRs) und Standards so zu definieren, dass ein “walk the talk” gefördert und gefordert wird. Nicht nur von staatlichen Vorgaben, sondern als Teil der Unternehmenskultur. Aktuell wird Nachhaltigkeit getrieben von neuen Richtlinien (z.B. Lieferkettengesetz) und vom Trend des “nachhaltig sein müssens”. Das ist gut und wichtig – doch es führt auch naturgemäß zu Widerstand und Lippenbekenntnissen. Viel wirksamer wäre eine Einbindung ganzheitlicher Haltungen als ein essentieller und wichtiger Teil unserer Unternehmens- und Lebenskultur. Kurzum, wir glauben, dass wirkliche Nachhaltigkeit vor allem dann erreicht werden kann, wenn sie nicht nur im konkreten Tun, sondern auch als innerer Wandel stattfindet. Der schließt neben der Unternehmenskultur, dann auch das Businessmodel mit ein, welche Produkte ich überhaupt auf den Markt bringe (sinnvoll und gesund für Mensch und Planet?) und wen ich an Entscheidungen und Gewinn beteilige.


Könnt ihr schon Erfolge verbuchen? Was war bisher euer größter Erfolg?

Wir stehen noch ganz am Anfang unserer Reise, wenn es um unser Angebot für (nicht börsennotierte) Unternehmen und Investoren geht. Dieses lancieren wir im Q1 nächsten Jahres, also 2022. Was sicherlich ein Erfolg ist, ist dass sich in diesen Zeiten ein Team von internationalen Experten gefunden hat, das kontinuierlich und pro-bono an der Entwicklung unseres Angebotes arbeitet - einfach, weil wir an unsere Vision glauben. Wir sind in einer Zeit des tiefgreifenden Wandels und es ist an der Zeit, dass Unternehmen und Investoren zusammenkommen und kooperieren. Das Engagement geht dabei über die Nachhaltigkeitsziele hinaus – denn diese greifen zwar unsere Probleme auf, doch nicht die Haltung und die Systeme, die überhaupt diese Probleme verursacht haben. Wir glauben, dass nur ein kollektiver Übergang in ein “Zeitalter der Weisheit” uns Menschen wirklich eine lebenswerte Zukunft ermöglichen wird, und dafür braucht es ein tiefes Umdenken und keine grün und gut ausschauenden “Quick Fixes”.


Konkret haben wir dafür erste Projekte laufen:


Fokus: Eco-Action

- Together for Carbon Labeling (Deutschland): Initiative von Lebensmittelherstellern, Nachhaltigkeitsexperten & NGOs zur Etablierung eines transparenten CO2-Labels auf Produkten (https://together-for-carbon-labelling.de)

- Climate Action Energy Fund (Deutschland): In den CAEF investieren insbesondere mittelständische Unternehmen, um den Aufbau erneuerbarer Energien (EE) zu unterstützen und um, bilanziell oder über PPAs (Power Purchas Agreements), mit Erneuerbaren Energien versorgt zu werden.

- Carbon Sequestration Project (Brasilien): Ein ganzheitlicher Ansatz, der innovativ ist im aktuellen Markt des “Carbon Offsetting” - wir holen nicht nur CO2 aus der Luft, sondern generieren Impact Investment Möglichkeiten in verschiedenen Bereichen.

- Maat (Brasilien): MAAT ist ein Lern- und Erfahrungszentrum (Retreat) in Brasilien für bewusste und gelebte Ökologie inmitten und im Einklang mit der Natur.


Fokus: Leadership

- Wisdom Age Assessment Tool (Global): Ganzheitliche Assessment Methodik für Impact Investing Projekte und Unternehmen, die weit über den aktuellen ESG Ansatz hinausgeht und unseren “Age of Wisdom” Ansatz widerspiegelt.


Fokus: Building the New

- The Code for Corporate Citizenship: Eine Gesetzes-Initiative bei der es darum geht die treuhänderische Pflicht (fiduciary duty) von Direktoren zu erweitern. Vertretung der Interessen der Shareholder - ja, weiterhin. Allerdings nicht zulasten der Umwelt, der Menschenrechte, der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit, der Würde von Arbeitern und dem Wohlergehen der Gemeinden, in denen das Unternehmen operiert.



Was ist euer Top Tipp für andere Unternehmer:innen, um den ersten Schritt zu machen und loslegen zu können?

Bewerbung bei der Global Impact Alliance als Mitgliedsunternehmen. Fragen dazu gerne an ulrike.glatz@global-impact-alliance.com



Danke für das Gespräch, Ulrike!


Hier kommt ihr zur Website der Global Impact Alliance.


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